„Einen Wolf zu töten, ist wie einen Hund zu töten. Es trifft ein Familienmitglied“
Aus der Dokumentation „Wölfe und Menschen. Wege zur Koexistenz“ von Sebastian Körner, 2025. Sebastian Körner ist Biologe und Naturfilmer
„Wo der Wolf lebt, ist der Wald gesund“
Russisches Sprichwort
„Der Wolf gehört zu den anpassungsfähigsten Lebewesen überhaupt.“
Dr. Marianne Heberlein, Wissenschaftliche Leiterin
WolfScienceInstitut WSC, im Interview mit dem Autor
Kein anderes (Wild-)Tier ist derart zur Projektionsfläche geworden. Für die Hoffnung auf eine neue und bessere Beziehung des Menschen zur Natur, aber auch für reale Verlustängste und irrationale Untergangsphantasien. Der Wolf wird instrumentalisiert und steht im Zentrum eines gesellschaftspolitischen Kulturkampfs. Aufklärung und objektive Information über sein natürliches Verhalten, seine Wirkung auf die Umwelt, über Menschen, die ihn schützen oder bekämpfen, und die Möglichkeiten für eine friedliche Koexistenz von Mensch und Wolf sind deshalb unabdingbar.
„Es ist verblüffend, wie viele Parallelen es zwischen dem Sozialverhalten des Wolfs und unserem Sozialverhalten als Menschen gibt.“
Ilka Reinhardt, Co-Leiterin LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland, im Interview mit dem Autor
Echte und wirksame Tierrechte können nicht ohne eine zukunftsweisende Gesetzgebung für den Schutz der Natur gedacht werden. Beides ist untrennbar verbunden, nicht nur aus naturphilosophischen Gründen, sondern auch aus praktischen Gesichtspunkten für Gesetzgebung und Rechtsprechung.
„Wir erleben über wenige Jahrzehnte den radikalsten Zusammenbruch an Biodiversität weltweit. Und in dieser Situation, in der uns die Bestäuber ausgehen, in der viele Landwirte nicht mehr wissen, was sie noch gegen Parasiten unternehmen können, fällt Lobbyverbänden und Politikern als erstes ein, einen zurückgekehrten Beutegreifer wie den Wolf abzuschießen. Das ist armselig.“
Prof. Dr. Kurt Kotrschal, im Interview mit dem Autor
„Wir haben den Wolf nicht für das verdammt, was er ist, sondern für das, was wir absichtlich und fälschlicherweise als das wahrnehmen, was er ist: der mythologisierte Inbegriff eines wilden, skrupellosen Killers – der in Wirklichkeit nicht mehr ist als das reflektierte Bild von uns selbst. Wir haben ihn zum Sündenbock für unsere eigenen Sünden gemacht“
Farley Mowat, kanadischer Umweltschützer und Autor
